Dreimonatskoliken
Von admin | 8. September 2009 | Kategorie: Gesundheitliche Probleme |Sehr viele Eltern bemerken gleich nach der Geburt ihres Kindes, dass Babys auch recht laut schreien können. Das ist völlig normal. Nur wenn Babys schreien, ohne dass sie hungrig, krank oder überhitzt sind, dann bezeichnet man das als Dreimonatskolik. Allem Anschein nach scheinen sehr sensible Kinder dafür übermäßig anfällig zu sein, trotzdem betrifft es nur etwa 10 Prozent aller Neugeborenen. Das dauernde anhaltende Schreien kann zu großen familiären Problemen führen. Schreikinder haben einen harten Bauch und ziehen die Beine an. Das ist eine völlig normale Reaktion, wenn ein Kind schreit.
Selten werden diese Koliken durch eine Milcheiweißallergie hervorgerufen. Sollte das allerdings die Ursache des Schreiens sein, lässt sich das ganz schnell durch eine Ernährungsumstellung beseitigen. Möglich ist auch, dass bei einigen Babys durch die Geburt Schmerzen im Halswirbelbereich entstanden sind. Diese können durch leichte manueltherapeutische Griffe beseitigt werden.
Eigenartigerweise bessert sich der Zustand von Schreikindern ab dem 2. Monat und mit dem 4. Monat ist es fast ganz verschwunden. Man geht davon aus, dass Kinder mit 3-Monats-Koliken im späteren Leben recht sensibel reagieren und ihre Umgebung sehr aufmerksam beobachten. Wichtig für alle Eltern ist, auch wenn da Baby noch so sehr schreit Es niemals schütteln. Das kann zu irreparablen Schäden führen. Lieber das Kind aufnehmen, schmusen und schaukeln, oder es ganz dicht am Körper tagen. Dazu werden noch warme Bäder, eine Massage und ein Schnuller empfohlen. Wichtig ist auch, das Kind schnellstens an einen immer gleich bleibenden normalen Tag-Nacht-Rhythmus zu gewöhnen. Um den verlorenen Schlaf selbst auch nachzuholen, sollte man sich in der Zeit, während das Kind schläft, selbst ausruhen und ggf. schlafen. Versuchen sollte man auch, während dieser Schreiphase Verwandte, Bekannte und Freunde mit einzubeziehen. Diese können das Baby ruhig mal für eine gewisse Zeit in Obhut nehmen und die Eltern entlasten. Falls man sein Kind trotz aller Maßnahmen nicht ruhig und zum schlafen bekommt, sollte man auf jeden Fall den Rat eines Arztes einholen.