Gedächtnistraining bei Demenz

Demenz, wörtlich übersetzt „ohne Geist“ bezeichnet eine Reihe von ungleichartigen Erkrankungen. Eine Form der Demenz ist die Alzheimer Erkrankung. Typisch für die Demenzerkrankung ist die Abnahme bis hin zum Verlust der Gedächtnisleistung und der Denkfähigkeit. Zunächst ist nur das Kurzzeitgedächtnis betroffen. Demenzkranke können sich an das, was ihnen erzählt wurde, bereits Minuten später nicht mehr erinnern. Mit zunehmendem Fortschreiten der Erkrankung verschwinden auch die Inhalte aus dem Langzeitgedächtnis, so dass die Betroffenen erlernte Fähigkeiten vergessen und nicht mehr in der Lage sind, sie auszuüben.

Die Demenzerkrankung wird mit Hilfe von neuropsychologischen Tests diagnostiziert. Sie gilt bis auf seltene Fälle von Rückbildungen der Erkrankung als nicht heilbar. Besonders im Anfangsstadium können aber durch eine Reihe von medikamentöse und anderen Therapien die Symptome verzögert werden.

Eine dieser Therapien ist das Gedächtnistraining, das den Vorteil hat, nicht unbedingt Fachpersonal zu Rate ziehen zu müssen. Es kann ganz leicht auch von Familienangehörigen oder anderen betreuenden Personen durchgeführt werden. Der wichtigste Grundsatz eines solchen Trainings wie des Umgangs mit Demenzkranken überhaupt ist vor allem Geduld. Außerdem sollten Übungen ausgewählt werden, die dem Betroffenen Spaß machen und ihn nicht mit seinen Defiziten konfrontieren und zusätzliche Versagensängste auslösen.

Ist das Kurzzeitgedächtnis bereits so weit geschädigt, dann sollten lieber Übungen gemacht werden, die das Langzeitgedächtnis ansprechen. Das Ansehen alter Familienfotos, Abrufen von gängigen Sprichwörtern oder auch Liedern und Gedichten, die im Kinder- oder Jugendalter erlernt worden sind, können positive Effekte bewirken. Da die Reaktion Demenzkranken verlangsamt ist, sollte auch darauf geachtet werden, langsam, laut und deutlich zu sprechen und Blickkontakt mit dem Erkrankten zu halten. Fragen sind nach Möglichkeit zu vermeiden. Zur Konditionierung des Kurzzeitgedächtnisses kann eine ständige Wiederholung zum Beispiel eines bestimmten Platzes oder des Names einer Person mit entsprechenden Gesten oder Aktivitäten eingesetzt werden.

Da Erinnerungen sehr stark auch mit unseren Sinnensorganen verbunden sind, sollten die Sinne wie Hören, Sehen, Riechen, Schmecken, Tasten und Fühlen angeregt werden. Und nicht zuletzt ist auch ein körperlicher Kontakt wie zum Beispiel streicheln oder an der Hand halten positiv für den Betroffenen.

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