Wissenswertes zu Ihrer Gesundheit

Gelenkschmerzen reduzieren – mit Nahrungsergänzungsmitteln?





Wer von Arthrose betroffen ist, leider unter Gelenkverschleiß. Die Knorpel fungieren quasi als Scharniere, die zwischen zwei Gelenkknochen sitzen. Dadurch erhalten wir eine Beweglichkeit in mehrere Richtungen. Wenn es durch Arthrose zu vermehrten Gelenkschmerzen, Morgensteifigkeit und Schmerzen kommt, sucht man Erleichterung.
Schmerzende Gelenke (© Sebastian Kaulitzki / Fotolia)
Der falsche Weg ist es, Schonhaltungen einzunehmen. Es macht keinen Sinn, die betroffenen Gelenke durch Bewegungs- und Sportverzicht zu schonen. Richtiger ist es, durch moderate Bewegung zu versuchen, die Gelenkschmiere wieder zu vermehren. Zusätzlich sollte man über Nahrungsergänzung versuchen, die Gesamtsituation im Organismus zu verbessern. In einem gut genährten Organismus läuft alles „wie geschmiert“. Buchstäblich.

Nahrungsergänzung kann helfen

Die richtige Ernährung verwöhnt nicht nur unsere Seele mit Aromen und Düften. Sie versorgt auch den Organismus mit allem, was er benötigt. Deshalb ist es wichtig, dass die Nahrung ausgewogen ist und alle Nährstoffe liefert. Ohne genügend Kalzium kann die Knochendichte nicht stimmig sein. Ohne ausreichend Magnesium können die Muskeln nicht richtig arbeiten. Ohne Aminosäuren können komplexe Prozess im Körper nicht ablaufen.

Ähnlich verhält es sich mit den Gelenken. Knorpel und Gelenkschmiere sorgen dafür, dass sich die Gelenke nicht zu schnell abnutzen. Abgebaut werden beide durch Übergewicht und übermäßige Belastungen. Es können auch erbliche oder berufliche Dinge mit hineinspielen. Solange die Gelenke gesund und leistungsfähig sind, puffern die Knorpel und die Gelenkschmiere wie Stoßdämpfer alle Bewegungen ab. Doch bei Arthrose entsteht zunehmend mehr Reibung zwischen den beiden Gelenk-Enden.

Die Gelenkflüssigkeit, die den Knorpel mit wichtigen Nährstoffen versorgt, transportiert auch nicht mehr benötigte Stoffe ab. Es ist für den Knorpel und das Gelenk daher wichtig, dass die Gelenkschmiere immer wieder erneuert wird. Zugleich muss dafür gesorgt werden, dass sie reduzierende Faktoren abgebaut werden. Zu diesen gehören Übergewicht, angeborene Knorpeldefekte oder bestimmte Verletzungen im Gelenkbereich. Die Gelenkschmiere enthält unter anderem gleich große Anteile von Hyaluronsäure, außerdem Collagen, Chondroitrin sowie Glucosamin.

Wichtig ist außerdem die Erkenntnis, dass die Zusammensetzung der Gelenkschmiere perfekt abgestimmt sein muss, damit sie ihre Funktionen optimal erfüllen kann. An dieser Stelle kommt unsere Ernährung ins Spiel. Wissen Sie, über welche Lebensmittel Sie die eben genannten Bestandteile der Gelenkschmiere zuführen könnten? Ihnen geht es sicher wie Millionen anderer Menschen. Ihre Antwort ist vermutlich „Nein.“

YOUTUBE: Visite: Was tun bei Arthrose? | Prof. Dr. med. Markus Tingart im Gespräch – Arthrose ist eine Volkskrankheit. Wenn in den Gelenken Knochen auf Knochen reibt, haben die Betroffenen erhebliche Schmerzen. Mittlerweile gibt es eine Vielzahl von Therapiemöglichkeiten. Dabei sollte eine Operation, bei der zum Beispiel ein zerstörtes Gelenk ausgetauscht wird, immer nur die letzte Wahl sein, sagt Professor Dr. med. Markus Tingart, Direktor der Klinik für Orthopädie an der Uniklinik RWTH Aachen. (www.youtube.com/watch?v=xdch3pFdndQ)

Fehlende oder falsch zusammengesetzte Gelenkschmiere

Ist das natürliche Gleichgewicht in der Gelenkschmiere gestört, sind die betroffenen Gelenke nicht mehr in der Lage, reibungslos zu funktionieren. Das bedeutet im Klartext, dass die Knorpel leiden, weil zunehmend Reibung auf sie wirkt. Sie nutzen ab und puffern die Gelenkknochen nicht mehr ausreichend ab. Die Gelenkhaut kann sich entzünden. Das wiederum zieht eine Minderproduktion von Gelenkschmiere nach sich. Daraufhin werden die Knorpel noch mehr strapaziert. Ein Teufelskreis beginnt. Vor allem in der Hüft- und Knieregion, die beide stark belastet werden, kommt es zunehmend zu Schmerzen und Bewegungsbeeinträchtigungen. In dieser Situation denken viele Betroffene an eine Substitution der fehlenden „Gelenknahrung“ über ein gut abgestimmtes Nahrungsergänzungspräparat.

Die Ernährungsmedizin erlaubt uns heute, gezielt jene Stoffe zuzuführen, die dem Organismus fehlen. Die diätetische Behandlung von Arthrose ist genauso effektiv wie eine regelmäßige, aber moderate Bewegung der befallenen Gelenke. Auch eine Gewichtsreduktion wird die belasteten Gelenke entlasten können. Auf dem modernen Gesundheitsmarkt bieten sich verschiedene Produkte an, die mehr oder weniger wirksam sind. Sie alle versprechen, bei ausreichend langer und regelmäßiger Einnahme die Knorpel zu reparieren und die Produktion von Gelenkschmiere anzukurbeln. Unter anderem entdecken Sie im Internet:

  • Dr. Hittichs Ultra Gelenk-Kraft Pro
  • das Proceanis „Arthro-Hyl“-Gelenknahrungssystem
  • das Proceanis „ArthroFill“-Gelenknahrungssystem
  • das Proceanis „ArthroFill Duo“-Gelenknahrungssystem
  • Dr. Hittichs „FlexAktiv TM Pro“
  • BioMada „Arthro-Kapseln N“
  • „Gelenk Vital“
  • Aminoexpert „Arthro Pro“
  • „Artrostaw“ von Pharmacy Laboratories
  • „Orthomol Arthro Plus“
  • Vihado „Mobility“
  • Dr. Hittich Glucosamin Premium
  • Artro Pro Vita „Gelastin Aktiv“ oder „ArthroMobil“-Kapseln von Quintessenz Health Products.

Viele weitere Präparate sind im Reformhaus, im Drogeriehandel oder in den Apotheken zu finden. Natürliche Gelatine- oder Braunhirse-Präparate werden ebenfalls angeboten. Sie sollen den Organismus mit Mineralstoffen oder Eiweiß für die Knorpel und das Bindegewebe versorgen. Wie gut die einzelnen Präparate sind, ist unterschiedlich.

Vieles ist im Drogeriehandel frei verkäuflich, aber nicht unbedingt hochwertig. Es lohnt sich, sich ausführlicher zu informieren. Betroffene können durch Recherchen ermitteln, mit welcher Nahrungsergänzung und welchen Bewegungs- und Sportarten sie ihre Gelenken am meisten nützen. Zu achten ist besonders auf hoch dosierte Präparate und eine gute Abstimmung der Zutaten – hier profiliert sich z.B. der Hersteller Dr. Hittich; siehe u.a. den Artikel im Sauerland Kurier zum Thema Gelenkschmerzen reduzieren. Bei den Bewegungseinheiten sind die Gelenke nicht belastende Ausdauersportarten wie Schwimmen, Chi Gong oder Walken vorzuziehen.

Wie begegne ich Arthrosebeschwerden sinnvoll?

Wenn Betroffene sich die Mühe ersparen wollen, Zutatenlisten miteinander zu vergleichen oder medizinische Artikel zu lesen, die Auskunft über die besten Präparate geben, können sie einen fachkundigen Apotheker, einen Heilpraktiker oder Hausarzt nach Empfehlungen fragen. Einen weiteren Anhaltspunkt im Nahrungsergänzungsmittel-Bereich bieten ausführliche Kundenrezensionen. Außerdem finden sich im Internet zahlreiche Quellen, bei denen man sich informieren kann. Problematisch kann es aber sein, dass man nicht erkennt, wer hinter der jeweiligen Webseite steht. Ist es die Pharmaindustrie oder ein Hersteller, kann man nicht von ausreichend Sachlichkeit und Neutralität ausgehen. Dennoch kann man auch auf hilfreiche Webseiten stoßen. Beispielsweise finden sich bei „Gelenkexperten.com“ unter der Rubrik „Arthrosemittel“ verschiedene Präparat-Bestandteile in ihrer Wirkung genauer unter die Lupe genommen. Unter anderem findet sich dort auch ein Test diverser Präparate, der für Arthrose-Betroffene interessant ist. Getestet wurden 22 der bekanntesten Arthrose-Präparate aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Solche Präparate enthalten ausschließlich Zutaten, die in den jeweiligen Ländern zugelassen sind. Das ist ebenfalls wichtig. Bei Präparaten unklarer Herkunft oder aus Asien muss man annehmen, dass Aspekte wie Schadstoffgehalt, Dosierung, Reinheit und Zusammensetzung nicht unseren Standards entsprechen.

Gerade Gelenkentzündungen können zu heftigen Gelenkschmerzen führen (© Henrie / Fotolia)

Gerade Gelenkentzündungen können zu heftigen Gelenkschmerzen führen (© Henrie / Fotolia)

Teuer nicht automatisch gut

Was auf dem Markt angeboten wird, ist unterschiedlich teuer – aber das bedeutet nicht automatisch, dass die teureren Präparate auch immer die Besseren sind. Die Anwendung der hierzulande zugelassenen Präparate hat sich als sinnvoll und nicht gesundheitsschädlich erwiesen. Die Qualität, Zusammensetzung und Dosierung der Inhaltsstoffe bieten sich als hilfreiche Kaufkriterien an. Als Testsieger wurden von „“Gelenkexperten.com“ gleich zwei Präparate nominiert: das Präparat „Amitamin Arthro360“, gefolgt von „Aminoexpert Arthro Pro“. Auf Platz drei fand sich „Orthomol Arthro Plus“. Ein zweiter Platz wurde wegen des doppelt besetzten ersten Platzes nicht vergeben. Festzustellen ist,

  • wenn nur ein oder zwei Tabletten/Kapseln je Tag eingenommen werden sollen, ist die Nährstoffdichte des Präparates meist nicht ausreichend
  • ohne Einblick in die Zutatenliste kauft man besser kein Präparat
  • teuer ist nicht unbedingt besser.

Viele Produkte gegen Arthrose-Beschwerden erhält man über Amazon, andere aber nur über Apotheken und Onlineapotheken. Dabei sind die Onlineapotheken meist preisgünstiger. Wer sparen muss, sucht eine günstige Apotheke über medizinfuchs.de und vergleichbare Seiten.

Was unterscheidet die Testsieger von anderen?

Bewertet wurden neben der Zutatenliste auch andere Kriterien. Wichtig war beispielsweise,

  • was ein Monatsvorrat kostet
  • wie hoch die Dosierung der einzelnen Inhaltsstoffe ist
  • ob diese sinnvoll abgestimmt waren
  • ob es preisgünstige Sparpackungen gab
  • ob die Inhaltsstoffe Nebenwirkungen hatten
  • ob es Umweltschutzaspekte zu beachten gab
  • oder ob zusätzlich nützliche Gelenk-Nährstoffe geboten wurden.

Aus diesem Test war ersichtlich, dass man gute Produkte über Online-Apotheken im Dreier-Sparpack deutlich günstiger erhalten kann. Für empfehlenswerte Premium-Produkte müssen Arthrose-Betroffene beträchtlich mehr bezahlen – siehe auch www.medizinius.de/arznei-medikamente/nahrungsergaenzungsmittel-gelenkprobleme/. Im Test waren außerdem die Präparate „Arthro Mens Sana“, „Arthrol“, „Joint Soother 3“, „Arthrobene Plus“-Gelenkkapseln, „Arthro Mobil“, „Arthro sSana Menssana“ und „Superflex-6“. Mehrere Plätze wurden mehrfach mit als gleichwertig erachteten Produkten belegt.

YOUTUBE: Arthrose natürlich behandeln. Prof. Dr. Dobos über sein erfolgreiches Therapiekonzept
(www.youtube.com/watch?v=uzriXs-aoKg)