Veneer-Behandlung - eine weitere Option der ästhetischen Zahnheilkunde
Von admin | 18. November 2009 | Kategorie: Therapien / Behandlung, Zähne |Ein strahlend natürliches Lächeln fasziniert. Man muss kein Model sein, um im Berufs- und Privatleben durch schöne Zähne sein äußeres Erscheinungsbild positiv zu ergänzen. In Farbe und Form unschön gewordene Zähne, vor allem in Frontzahnbereich, können mit Veneers restauriert werden. Veneers sind hauchdünne Schalen aus Vollkeramik oder Porzellan, die mit Spezialzement auf der Vorderseite des Zahns aufgebracht werden. Sie sind im Gegensatz zur herkömmlichen Überkronung, eine Zahnsubstanz erhaltende Methode, bei der der Zahn nur wenig beschliffen werden muss. Mit Veneers ist ein natürliches Aussehen der Zahnverblendungen verbunden, die jedoch nach fünf bis zehn Jahren ausgetauscht werden müssen.
Voraussetzung für Veneers sind gesunde Zähne, die eine ansehnlichere “Fassade” erhalten sollen. Die Verblendschalen sind geeignet zur Korrektur von kleinen Fehlstellungen der Frontzähne (Zahnlücken, lange Zahnhälse), Verfärbungen, starker Durchsetzung mit Füllungen sowie anderen geringer Zahndefekte. Der Einsatz von Veneers gilt als wissenschaftlich anerkannte Methode der Restauration von Zähnen, auch wenn nicht jede Zahnzusatzversicherung die Behandlung voll trägt.
Den Kompositfüllungen mit Kunststoff und Keramikpartikel, die ebenfalls seit einigen Jahren angeboten werden, haben die Veneers das im Licht natürlichere Erscheinungsbild voraus. Nach der zahnärztlichen Beratung, in der das Ziel der Veneer-Behandlung besprochen wurde, werden die Zähne untersucht und unter Umständen ein Röntgenbild von Kiefer und Zähnen angefertigt. Ungefähr ein halber Millimeter wird von der Zahnsubstanz abgenommen, in Relation zur Dicke des Verneers. In manchen Fällen wird eine örtliche Betäubung durchgeführt.
Aus dem erstellten Zahnabdruck werden im Dentallabor die Veneers konstruiert. Wenn sie nach ca. ein bis zwei Wochen beim Zahnarzt eingetroffen sind, prüft dieser in einem ersten Schritt Farbe und Passform, bevor die Veneers fest am Zahn angebracht werden. Die Zahnfarbe kann durch die Farbe des Spezialzements noch beeinflusst werden. Mit Speziallicht werden die chemischen Substanzen ausgehärtet, der Biss bewertet und gegebenenfalls noch kleinere Korrekturen vorgenommen. Es können parallel auch mehrere Veneers eingesetzt werden. Vorteilhaft ist die biologische Verträglichkeit der Porzellan- oder Keramik-Verneers, die Widerstandsfähigkeit sowie die natürliche Wirkung. Mit der Porzellanfarbe können dunkel verfärbte Zähne aufgehellt werden.
Zu beachten ist, dass die Verneer-Behandlung nicht rückgängig gemacht werden kann. Veneers können nach Zerbrechen nicht repariert werden. Sie sind, wenn auch optisch ansprechend, ein Fremdkörper, der sich bei nachträglichem Aufhellen aller Zähne nicht farblich anpasst. Veneers stellen auch keine gute Lösung bei ungesunden und geschwächten Zähnen, die z.B. große Füllungen erhalten, dar. Bei einem Piercing würden die Veneers zerspringen.
Um eine Verfärbung der Veneers zu vermeiden, ist es zu empfehlen, den Genuss von „Färbemitteln“ wie Kaffee, Tee und Nikotin zu reduzieren. Eine benutzerfreundliche Weiterentwicklung dieser zahnästhetischen Methode führt zu so hauchzarten Veneers, die nicht mehr beschliffen werden müssen. In Abstimmung mit dem Zahnarzt, ist eine individuelle Balance der ästhetischen Ansprüche sowie des Zeit- und Kostenaufwandes zu finden. Die Kosten für diese, überwiegend ästhetisch motivierte Verbesserung, wird nicht generell von den Krankenkassen übernommen. Verneers können aber für Personen eine gute Zwischenlösung darstellen, die das Aussehen ihrer (Front-)zähne verbessern wollen, ohne sie gleich mit einer Krone versehen zu müssen.