Wissenswertes zu Ihrer Gesundheit

Augenoperation mit Lasik als Alternative zu Brille oder Kontaktlinsen




In den 70er Jahren des vorigen Jahrhunderts gab es erste Berichte über eine neue Operationsmethode in Russland, eine neue Operationsmethode am Auge, die Fehlsichtigkeit beheben könne. Der Augenmikrochirurg Swjatoslaw Fjodorow schaffte täglich bis zu 300 Hornhautoperationen mittels 16 radial angeordneter Skalpellschnitte in die Hornhaut. Seither sind 35 Jahre vergangen, heute ist eine Augenoperation zur Behebung von Fehlsichtigkeit deutlich weniger dramatisch, erheblich sicherer und auch durchaus erschwinglich. Allerdings benutzt kein Operateur mehr ein Skalpell, Hornhautkorrekturen werden heute meist mit einem Excimer-Laser, einem Kaltlichtlaser, durchgeführt.

Augenoperationen, die Fehlsichtigkeit korrigieren, werden unter dem Begriff refraktive Chirugie zusammengefasst. Es gibt mehrere Operationsmethoden, die derzeit gebräuchlichste ist die von Anbietern wie EuroEyes angebotente LASIK (Laser-in-situ-Keratomileusis). Bei der Kurzsichtigkeit (Myopie) ist das Auge im Verhältnis zur Brechkraft der Hornhaut zu lang, parallele Lichtstrahlen vereinigen sich nicht auf einem Punkt der Netzhaut, sondern gewissermaßen davor. Man sieht in der Nähe scharf, aber ab einer bestimmten Entfernung unscharf. Bei der Weitsichtigkeit (Hyperopie) ist es genau umgekehrt, das Auge ist zu kurz, man sieht im Nahbereich unscharf. Bei einer lasergestützten Korrektur der Sehschärfe wird die Hornhaut z.B. bei Kurzsichtigkeit abgeflacht, so dass einfallendes Licht schwächer gebrochen wird, der Brennpunkt im Idealfall wieder auf der Netzhaut liegt.

Eine LASIK-OP wird in der Regel ambulant und unter örtlicher Betäubung durchgeführt. Nach einer Vielzahl von Untersuchungen unter anderem zu Augeninnendruck und Hornhautdicke wird das Auge am Tag der OP örtlich betäubt und aufgehalten. Mit einem Hornhauthobel (Mikrokeratom) wird eine dünne Scheibe der Hornhaut, der sogenannte Flap, abgehoben. Der Flap wird zu dieser Seite umgeklappt. Die darunterliegende Hornhaut wird jetzt computergesteuert zum berechneten Teil abgetragen. Dann wird der Flap zurückgeklappt und in die richtige Position geschoben. Der Flap wächst selbstständig wieder an. Korrekturen einer Kurzsichtigkeit bis -10 Dioptrien, einer Stabsichtigkeit bis -4 Dioptrien und einer Weitsichtigkeit von bis zu +3 Dioptrien sind möglich. Die Kosten werden jedoch nur in seltenen Fällen von der Krankenkasse übernommen.

Bei aller Sicherheit, 2009 lag die Anzahl der durchgeführten LASIK-Behandlungen angeblich bei über 100.000, bleibt ein gewisses Restrisiko, wie bei jedem operativen Eingriff. Mögliche postoperative Risiken wie Infektionen am Auge, Vernarbungen, Lichtempfindlichkeit u.ä. sind jedoch selten. LASIK ist eine echte Alternative zur Brille oder zu Kontaktlinsen.