Wissenswertes zu Ihrer Gesundheit

Was macht eigentlich die Dermatochirurgie / Hautchirurgie genau?




Von ästhetisch motivierten Eingriffen bis hin zur notwendigen Entfernung bösartiger Entartungen der Haut

Unter den Begriff der Dermatochirurgie fallen operative Maßnahmen, die am Organ Haut durchgeführt werden. Dabei kennt die Dermatochirurgie verschiedene Anwendungsverfahren und wird aufgrund verschiedenster Indikationen durchgeführt.

Der folgende Artikel soll einmal näher zeigen, für welche ästhetischen und auch handfesten Gesundheitsprobleme heutzutage Hautchirurgen benötigt werden; vom Arzt im Krankenhaus, der nach einer ernsthaften Erkrankung oder einem Unfall Hautareale entfernen und wiederherstellen muss, bis hin zu hautchirurgischen Eingriffen im Rahmen der plastisch-ästhetischen Chirurgie, z.B. zum Entfernen von unschönen Hautstellen wie Muttermalen, Leberflecken oder sonstigen ästhetischen „Störern“ wie Spuren der Hautalterung.

Viele Behandlungen an der Haut, u.a. auch viele ästhetisch motivierte Eingriffe, werden heute mittels Laser durchgeführt - z.B. das Entfernen von Hautunregelmäßigkeiten und Schönheitsfehlern wie Muttermalen, Leberflecken etc. (© mkrberlin - Fotolia.com)

Viele Behandlungen an der Haut, u.a. auch viele ästhetisch motivierte Eingriffe, werden heute mittels Laser durchgeführt – z.B. das Entfernen von Hautunregelmäßigkeiten und Schönheitsfehlern wie Muttermalen, Leberflecken etc. (© mkrberlin – Fotolia.com)

Anwendungsgebiete und Anwendungsfälle für dermatochirurgische Behandlungen und Eingriffe

Im Zuge der Dermatochirurgie können sowohl diagnostische, als auch kurative (heilende) Eingriffe vorgenommen werden – der Diagnostik dient beispielsweise das teilweise oder vollständige Entnehmen von Gewebe oder Zellen aus Hautveränderungen, um diese im Anschluss im Rahmen einer sogenannten histopathologischen Untersuchung hinsichtlich ihrer Bös- oder Gutartigkeit auswerten zu können. Die nur anteilige Gewebeentnahme wird dabei als Inzisionsbiopsie bezeichnet, während die Exzisionsbiopsie die komplette Entfernung einer Umfangsvermehrung benennt.

Bei der therapeutischen, vollständigen Entfernung von Hautveränderungen werden letztere in der Regel mit sogenanntem Sicherheitsabstand zum gesunden Gewebe entnommen – das bedeutet, dass auch kleine Teile des umgebenden gesunden Gewebes entfernt werden, um zu vermeiden, dass krankes Gewebe in der Haut zurück bleibt. Letzteres wird, ebenso wie entnommenes Gewebe im Rahmen einer Biopsie, durch histopathologische Untersuchungen geprüft.

Neben der Behandlung von bösartigen Umfangsvermehrungen der Haut werden in der Dermatochirurgie auch weitere Hautveränderungen behandelt – so unter anderem Warzen (beispielsweise Warzen, die ihren Ursprung in verschiedenen Viruserkrankungen haben können, wie Virus- oder Feigwarzen), Pigmentmale oder -flecken, Lipome (gutartige Fettansammlungen der Unterhaut) oder Fibrome (Hautknoten).

Statistik: Symptome, die Haut und Unterhautgewebe betreffen > Dargestellt ist die Häufigkeit von Symptomen, die die Haut und das Unterhautgewebe betreffen, in deutschen Krankenhäusern von 2000 bis 2008. (Quelle: Statista / gbe-bund.de)

Statistik: Symptome, die Haut und Unterhautgewebe betreffen > Dargestellt ist die Häufigkeit von Symptomen, die die Haut und das Unterhautgewebe betreffen, in deutschen Krankenhäusern von 2000 bis 2008. (Quelle: Statista / gbe-bund.de)

Durchführung: Konkrete Verfahren von Elektroagulation bis Kryotherapie in der ästhetisch motivierten Heilkunde

Dermatochirurgische Eingriffe können mit dem Skalpell oder durch Laserbestrahlung stattfinden; viele Beautykliniken werben damit, z.B. optisch störende Muttermale effektiv und schonend per Laser entfernen zu können (siehe z.B. klinik-am-pelikanplatz.de). Außerdem nutzt man in der Dermato-/Hautchirurgie auch Behandlungsmethoden wie Elektrokoagulation oder Kryotherapie/-chirurgie.

Durch die Elektrokoagulation wirkt hochfrequenter Wechselstrom zerstörend auf Gewebsabschnitte – über Metallschlingen geleitet führt der Strom dazu, dass erkranktes Gewebe ausgebrannt wird. Durch die Hitzeentwicklung soll angrenzendes Gewebe außerdem blutstillend ‚verklebt‘ werden.

Im Gegensatz dazu wirkt die Kryochirurgie durch den Einsatz von Gefriertechniken: Beispielsweise werden hierbei Kühlmittel in betroffenes Gewebe eingeführt. In der Regel wird als Kühlmittel Stickstoff in flüssiger Form verwendet, das eine ungefähre Temperatur von -196° Celsius erreicht.

Inzwischen gibt es sogar „Kryotherapie to go“, wenn man die Warzenvereiser für den Eigengebrauch zu Hause so nennen will; siehe das nachfolgende Video:


(www.youtube.com/watch?v=D-y0sLfKXMQ)

Statistik: Nicht nur die Haut-bezogenen Fallzahlen in Krankenhäusern steigen, auch das Geschäft mit 'selbstverschriebenen' Hautprodukten wächst seit Jahren kontinuierlich. Will heißen: die Leute lieben ihre Haut, haben aber auch so einiges an Problemen, die behandelt werden wollen / sollen / müssen (Quelle: Statista / AESGP)

Statistik: Nicht nur die Haut-bezogenen Fallzahlen in Krankenhäusern steigen, auch das Geschäft mit ’selbstverschriebenen‘ Hautprodukten wächst seit Jahren kontinuierlich. Will heißen: die Leute lieben ihre Haut, haben aber auch so einiges an Problemen, die behandelt werden wollen / sollen / müssen (Quelle: Statista / AESGP)

Außerdem sehenswert: Laser-Behandlungen an der Haut, z.B. zum Entfernen von Aknenarben, sonstigen Narben, Pigmentstörungen


www.youtube.com/watch?v=nFQi0XqVD3k