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Hämorrhoidalleiden / Hämorrhoiden – Noch immer ein Tabuthema




Hämorrhoiden hat jeder Mensch in seinem Enddarm, erst deren Vergrößerung kann Probleme verursachen. Für viele Menschen sind vergrößerte Hämorrhoiden noch immer ein Tabuthema, allerdings sind sie kein Einzelfall. Falsche Scham verschlimmert die Probleme oft, die Erkrankung lässt sich aber recht leicht behandeln. Wichtig ist eben nur der rechtzeitige Gang zum Arzt.

Vergrößerte Hämorrhoiden – Die Schweregrade

Wie eingangs erwähnt, hat jeder Mensch Hämorrhoiden. Es handelt sich dabei um ein gut durchblutetes, schwammartiges Gefäßpolster (den Hämorrhoidalplexus), welches sich am Ausgang des Mastdarms befindet und den After zusammen mit dem Schließmuskel abdichtet.

Sind die Hämorrhoiden vergrößert, kann dies Beschwerden wie Juckreiz, Brennen, Nässen und Schmerzen am After hervorrufen. Die Medizin spricht dann von einem Hämorrhoidalleiden.

Die Erkrankung lässt sich in vier Schweregrade einteilen:

  • Grad I: Hämorrhoiden 1. Grades sind die häufigste und auch mildeste Form. Sie lassen sich nicht ertasten und werden nur bei einer Spiegelung des Analkanals (Proktoskopie) sichtbar.
  • Grad II: Beim Pressen wölben sich Hämorrhoiden 2. Grades nach außen, ziehen sich danach aber wieder von allein in den Analkanal zurück.
  • Grad III: Hämorrhoiden 3. Grades treten ebenfalls beim Pressen hervor. Sie ziehen sich jedoch nicht von selbst zurück, sondern müssen mit dem Finger zurückgeschoben werden.
  • Grad IV: Hämorrhoiden des 4. Grades sind dauerhaft am After erkennbar und können auch nicht mehr in den Analkanal zurückgeschoben werden. Oft gehen die vergrößerten Hämorrhoiden in diesem Stadium mit einem so genannten Analprolaps (Herausragen der Analschleimhaut) einher.
Hämorrhoiden - Hämorrhoidalleiden 1. Grad - 4. Grad (© bilderzwerg / Fotolia)

Hämorrhoiden – Hämorrhoidalleiden 1. Grad – 4. Grad (© bilderzwerg / Fotolia)

Hämorrhoidenleiden: Woher kommt’s? – Ursachen und Risikofaktoren

Bei einem Hämorrhoidalleiden sind die Gefäße des Hämorrhoidalpolsters erweitert. Aber wie kommt es überhaupt dazu? Woher kommt’s, das Problem vergrößerter Hämorrhoiden?

Inzwischen gibt es eine Vielzahl an möglichen Faktoren, die zu einer Vergrößerung des Hämorrhoidalplexus führen können.

Wiederholtes starkes Pressen beim Stuhlgang wird als einer der Hauptfaktoren betrachtet. Deshalb leiden vor allem Menschen mit chronischer Verstopfung unter vergrößerten Hämorrhoidalpolstern. Ursächlich für die Verstopfung ist meist eine

  • Ernährung mit wenigen Ballaststoffen in Kombination mit
  • geringer Flüssigkeitszufuhr sowie
  • Bewegungsmangel.

Weitere Risikofaktoren für ein Hämorrhoidenleiden können sein:

  • das Heben von schweren Lasten (Druck auf den Unterleib)
  • häufiger Durchfall (ausbleibendes Training für den Schließmuskel)
  • angeborene Schwäche der Blutgefäßwände
  • angeborene Bindegewebsschwäche
  • sitzende Tätigkeiten
  • Übergewicht
  • Schwangerschaft

Sonderfall: Schwangerschaft

Eine Schwangerschaft gilt als besonderer Risikofaktor für ein Hämorrhoidalleiden. Sie entstehen in dieser besonderen Lebensphase, weil das Blut aus den Arterien des Hämorrhoidalpolsters schlechter abfließt. Das wachsende Kind und die größer werdende Gebärmutter sowie das Fruchtwasser drücken mit ihrem Gewicht auf den mütterlichen Mastdarm. Die Blutzirkulation wird dadurch blockiert, die Hämorrhoiden erweitern sich. Begünstigend darauf wirken zudem die Schwangerschaftshormone. In der Regel gehen die vergrößerten Hämorrhoiden aber nach der Geburt wieder zurück.


Typische Symptome bei einem Hämorrhoidalleiden

Bei den meisten Patienten äußern sich vergrößerte Hämorrhoiden erst durch die Auflagerung von Blut auf dem Stuhl. Kommt es bei einem Hämorrhoidalleiden zu einer Blutung, dann hat das Blut meist eine hellrote Farbe. Ist das Blut jedoch dunkelrot, stammt es aus einem venösen Gefäß und es muss bei der Diagnose an andere Darmerkrankungen gedacht werden.

Meist zeigt sich eine Blutung nach dem Stuhlgang, aufgrund des starken Pressens kommt es zu Blutansammlungen in den Gefäßen. Die Blutung ist zunächst nur schwach, kann aber mit fortschreitendem Stadium der Erkrankung stärker werden. Neben Blutungen kommt es im weiteren Verlauf auch zu Beschwerden wie Jucken, Brennen und Nässen am After. Viele Patienten klagen zudem über Symptome wie ein Fremdkörpergefühl sowie tastbare Vorwölbungen oder auch wunde Haut.

Wenngleich Durchfall nicht zu den typischen Symptomen für Hämorrhoiden gehört, können ähnliche Beschwerden auftreten. So kann es zu Schleimabsonderungen aus dem Darm kommen, einige Patienten berichten auch von Stuhlinkontinenz.

Diagnose eines krankhaft veränderten Hämorrhoidalplexus

Oft ist es Betroffenen peinlich, wenn sich am After Symptome wie Jucken oder Brennen zeigen. Diese Beschwerden sollten dennoch ärztlich abgeklärt werden, da auch andere Erkrankungen für die Probleme verantwortlich sein können.

Typische Differentialdiagnosen wären die Perianalthrombose (unechte Hämorrhoiden), Analabszesse, Ekzeme, Herpes oder auch Pilzinfektionen. Da vor allem auch bei einer Blutung an Darmkrebs gedacht werden muss, ist der Gang zum Arzt besonders wichtig.

Der Arzt wird zunächst eine ausführliche Anamnese erstellen. Dabei fragt er nach Art und Dauer der Beschwerden, nach den Lebensgewohnheiten (z. B. Ernährung, berufliche Tätigkeit, Hobbys) oder auch nach möglichen Problemen wie Verstopfung.

Im Anschluss folgt eine körperliche Untersuchung, bei welcher er den Afterbereich mit dem Finger abtastet und so die Schließmuskeln und die Beschaffenheit der Analschleimhaut beurteilen kann. Diese Untersuchungen lassen oft schon eine Diagnose zu und können vom Hausarzt durchgeführt werden. Weitere Untersuchungen führt dann ein Proktologe durch.

Proktologen untersuchen dabei den Enddarm mittels Proktoskopie (Spiegelung des Analkanals) oder Rektoskopie (Spiegelung des Enddarms). In einigen Fällen kann auch eine Koloskopie (Spiegelung des Dickdarms) notwendig werden. Diese wird durchgeführt, um eine Darmkrebserkrankung ausschließen zu können.

Innere und äußere Hämorrhoiden (© Henrie / Fotolia)

Innere und äußere Hämorrhoiden (© Henrie / Fotolia)

Hämorrhoidenbehandlung – Therapie auf vielfältige Weise möglich

Der behandelnde Arzt wird die Therapie bei vergrößerten Hämorrhoiden entsprechend dem diagnostizierten Stadium veranlassen.

Grundsätzlich ist eine gesunde Ernährungsweise die Basis für eine erfolgreiche Behandlung von Hämorrhoiden. Diese und ein geregelter Stuhlgang können den Problemen mit vergrößerten Hämorrhoiden auch vorbeugen.

Medikamente zur Behandlung von Hämorrhoiden

Es gibt zahlreiche Mittel gegen vergrößerte Hämorrhoiden. Sie können die Beschwerden je nach Schweregrad mehr oder weniger lindern. Zum Einsatz kommen oft Salben oder Zäpfchen mit Aloe vera oder Hamamelis virginiana. Doch auch kortisonhaltige Salben gegen Entzündungen werden häufig verordnet. Jedoch sollten letztere Salben auch nur so lange angewendet werden, wie es ärztlich verordnet wird, da es ansonsten zu einer Hautatrophie (dünnere Haut) kommen kann. Zudem werden durch Kortison Pilzinfektionen im Darm begünstigt.

Zur Linderung von Schmerzen kommen meist auch lokale Betäubungsmittel zum Einsatz. Verschrieben werden hier meist Lokalanästhetika.

Die Anwendung der Salben ist recht einfach. Mit Hilfe eines speziellen Applikators werden sie direkt im After platziert. Auch eine Kompresse, die mit Salbe bestrichen und als Einlage verwendet wird, kann Linderung verschaffen.

Was tun bei Hämorrhoiden? – Diese Hausmittel können helfen:

Die Hämorrhoidenbehandlung ist je nach Schweregrad manchmal auch mit Hausmitteln möglich. Vor allem bei einem leichten Hämorrhoidenleiden können Hausmittel schmerz- bzw. symptomlindernd wirken.

  • Zunächst ist in diesem Zusammenhang die Ernährung von Bedeutung. Zur Erleichterung des Stuhlgangs können Leinsamen mit viel Flüssigkeit eingenommen werden. Eine ballaststoffreiche Ernährung mit vielen Vollkornprodukten sowie Gemüse und Obst ist wichtig. Auch abführende Lebensmittel wie Sauerkraut oder eingeweichte Trockenpflaumen können hilfreich sein.
  • Stopfende Lebensmittel (z. B. bittere Schokolade, Kakao, geriebener Apfel, pürierte Banane, Blaubeeren) sollten ebenso gemieden werden, wie Kaffee, ein zu lange gezogener schwarzer Tee oder auch scharf gewürzte Speisen.

Bei fortgeschrittenem Hämorrhoidenleiden sind die Hausmittel zwar oft nicht mehr ausreichend, allerdings können sie trotzdem als unterstützende Mittel gegen vergrößerte Hämorrhoiden angewendet werden. Linderung können Sitzbäder mit entzündungshemmenden Gerbstoffen (z. B. Eichenrinde) verschaffen. Eichenrinde kann nicht nur die Schmerzen durch Entzündungen lindern, sondern auch gegen den Juckreiz helfen.

Beim Sitzen kann ein Hämorrhoiden-Kissen hilfreich sein. Es handelt sich dabei um einen aufblasbaren Ring, mit dem die betroffene Region im Sitzen entlastet wird.

Bei schwangerschaftsbedingten Hämorrhoiden kann eine medikamentöse Therapie auf die Zeit nach der Geburt gelegt werden, sofern sich die Vergrößerung nicht von allein zurückbildet.

YOUTUBE: Hämorrhoiden: So kann man das Leiden behandeln (youtube.com/watch?v=E2c5964L9fI)

OP als letzte Möglichkeit der Hämorrhoidenbehandlung

Bestehen aufgrund der vergrößerten Hämorrhoiden länger anhaltende oder auch stärkere Probleme und die herkömmlichen Mittel gegen Juckreiz oder andere Beschwerden helfen nicht mehr, kann auch eine Operation notwendig werden.

Dabei kommen folgende Methoden je nach Schweregrad in Frage:

1. Die Verödung

Bei der Verödung (Sklerosierungstechnik) wird ein gewebeschrumpfendes sowie festigendes Mittel in die Gefäßzuflüsse der Hämorrhoidalpolster gespritzt. Dadurch verkleinern sich die Blutgefäße und ziehen sich wieder in den Mastdarm zurück.

Die Verödung ist ein geeignetes Mittel gegen Hämorrhoiden Grad I und Grad II. Die Behandlung ist schmerzfrei und kann bei Notwendigkeit mehrfach wiederholt werden. Zudem sind oft mehrere Sitzungen erforderlich.

2. Die Gummibandligatur

Mit einer Gummibandligatur lassen sich Hämorrhoiden Grad II sowie Grad III behandeln.

Mit Hilfe eines Gummibands werden die vergrößerten Hämorrhoiden abgeschnürt. Die Durchblutung wird dadurch behindert und das Gewebe stirbt ab. Im Anschluss wird das abgestorbene Gewebe abgestoßen. Die Behandlung kann in der Regel ohne Narkose als ambulanter Eingriff durchgeführt werden.

Die Gummibandligatur kann auch mit einer Verödung kombiniert werden. Ungeeignet ist das Verfahren für Patienten, welche Medikamente zur Blutverdünnung einnehmen müssen.

3. Raffen

Bei der so genannten RAR-Methode (Rekto-Anal-Repair) erfolgt ein Umstechen und Raffen der vergrößerten Hämorrhoiden, die Enden der Fäden werden zusammengezogen und dann verknotet. Es kommt zu einer Art Lifting-Effekt, bei der Behandlung wird die Hämorrhoide dort fixiert, wo sie aus anatomischer Sicht hingehört. Die Behandlung wird mit einer Rückenmarks- oder auch Vollnarkose durchgeführt. Es entstehen keinerlei Einschnitte, so dass die Behandlungsmethode relativ schmerzfrei ist.

Longo-Methode zur Behandlung von Hämorrhoidalleiden (© henrie / Fotolia)

Longo-Methode zur Behandlung von Hämorrhoidalleiden (© henrie / Fotolia)

4. Chirurgische Eingriffe

Bei Hämorrhoiden Grad III und vor allem bei Grad IV ist meist eine größere Operation notwendig.

Die OP erfolgt je nach Schweregrad ambulant, aber auch ein stationärer Aufenthalt kann unter Umständen nötig werden.

Es kommen entsprechend der Ausprägung unterschiedliche OP-Methoden in Frage.

Beim „offenen Verfahren“ bleiben die Wunden – wie es der Name schon sagt – nach dem Eingriff offen. Beim „halboffenen Verfahren“ sowie beim „geschlossenen Verfahren“ werden die OP-Wunden teilweise oder aber komplett verschlossen.

Eine recht weit verbreitete OP-Technik ist die Stapler-Methode. Dabei wird vom Arzt ein spezielles Klammernahtgerät verwendet. Dieses wird zur Entfernung eines Rings mit überschüssigem Gewebe im Bereich des äußeren Enddarms eingesetzt. Die Schnittränder werden dann mit Klammern wieder zusammengefügt. Die Behandlung ist weitgehend schmerzfrei, die Heilung geht schneller voran.

Vor allem für so genannte zirkuläre (an mehreren Stellen auftrende) Hämorrhoiden im fortgeschrittenen Stadium ist die Staplermethode geeignet.

5. Weitere Therapie-Möglichkeiten

Die so genannte Doppler-gesteuerte Hämorrhoidalarterien-Ligatur (HAL) ist eine weitere Möglichkeit der Therapie. Bei dieser Methode werden die zuführenden Arterien für die Blutversorgung der Hämorrhoiden mittels Naht verschlossen. Die Blutzufuhr wird damit verringert, die Gefäßpolster können abschwellen.

Auch eine Vereisung oder eine Infrarot-Koagulation sind möglich. Beide Behandlungsmöglichkeiten werden in der Hämorrhoiden-Therapie jedoch selten angewendet, da die Ergebnisse bislang wenig überzeugend sind.

Komplikationen nach operativer Behandlung

Erfolgt die Hämorrhoidenbehandlung durch Operation, können danach auch Probleme wie Schmerzen beim Sitzen oder auch beim Gang zur Toilette auftreten. Diese sind aber oft nur vorübergehend und lassen sich gut mit den üblichen Schmerzmitteln behandeln.

Mögliche Komplikationen nach einem operativen Eingriff können Nachblutungen, eine Verengung des Darmausgangs oder auch Abszesse sein. Sehr selten kann es auch zu einer Einschränkung der Funktion des Schließmuskels kommen.

Verlauf und Prognose bei vergrößerten Hämorrhoiden

Hämorrhoiden lassen sich in den meisten Fällen sehr gut behandeln. Wichtig ist aber, frühzeitig etwas gegen die Probleme zu tun.

Wer schon im Anfangsstadium die Scham überwindet und zum Arzt geht, kann mit einem geeigneten Mittel gegen Hämorrhoiden schlimmere Probleme verhindern.

Gerade bei vergrößerten Hämorrhoiden vierten Grades treten häufig nässende und ekzemartige Veränderungen der Haut auf und es können Fissuren im Analbereich entstehen. Aufgrund der Bakterien im Stuhl werden so Infektionen begünstigt, im schlimmsten Fall entstehen eiternde Abszesse. Auch ist die Bildung so genannter Analfisteln möglich. Dabei handelt es sich um tiefe und ständig entzündete Gänge, die bis zur Haut oder auch bis zum Mastdarm und ins Becken führen können.

Kommt es außerdem zu Verletzungen, können stärkere arterielle Blutungen auftreten. Diese bedürfen unbedingt einer ärztlichen Behandlung. Mögliche Folgen von heraustretenden Hämorrhoiden können zudem Einklemmungen sein. Es kommt zum Blutstau und folglich zur Bildung von Blutgerinnseln (Thrombosen) oder einem Verschluss der Venen.

Was tun zur Vorbeugung?

Einem Hämorrhoidenleiden lässt sich nicht vollständig vorbeugen. Vor allem bei angeborenen Faktoren wie Bindegewebsschwäche oder einer Schwäche der Blutgefäßwände ist eine Vorbeugung kaum möglich.

Die Wahrscheinlichkeit für die Entstehung vergrößerter Hämorrhoiden oder das Fortschreiten einer bestehenden Hämorrhoidenvergrößerung kann aber reduziert werden.

Entscheidend für die Vorbeugung ist eine geregelte Stuhlentleerung mit möglichst weichem Stuhlgang (kein Durchfall). Hier helfen eine ausgewogene Ernährung sowie ausreichend Bewegung und Flüssigkeitsaufnahme.

Werden die folgenden Tipps beachtet, dann lässt sich einem Hämorrhoidalleiden gut vorbeugen:

  • Wichtig ist eine ausgewogene Ernährung mit Ballaststoffen.
  • Die Flüssigkeitsaufnahme sollte täglich zwischen 1,5 und zwei Liter betragen. Geeignet sind vor allem Wasser, Früchte- und Kräutertees sowie Fruchtsaftschorlen.
  • Der Gang zur Toilette sollte erst bei Verspüren des Stuhlgangs erfolgen. Weder ein forcierter Stuhlgang noch ein zu langes Aufschieben sind förderlich. Vermieden werden sollten auch ein zu langes Sitzen und zu langes Nachpressen.
  • Ausreichend Bewegung – vor allem bei ansonsten sitzender Tätigkeit – ist ein wichtiger Ausgleich, um einen trägen Darm sowie Blutstau unterhalb der Hüfte zu vermeiden. Radfahren, Schwimmen oder regelmäßige Spaziergänge beeinflussen die Bewegungen des Darms positiv. Auch die Stärkung des Beckenbodens mit speziellen Übungen ist sinnvoll.
  • Übergewicht sollte vermieden oder abgebaut werden, denn es sorgt für eine Belastung des Enddarms und einen erschwerten Blutkreislauf. Dadurch kann es zu einer Weitung der Gefäße im Analbereich und somit zu einer Vergrößerung der Hämorrhoiden kommen.
  • Mit einer richtigen Analhygiene lässt sich Hämorrhoiden vorbeugen, aber auch die Behandlung unterstützen. Die Analregion sollte nach dem Stuhlgang bestenfalls mit weichem Toilettenpapier und warmen klarem Wasser gereinigt werden. Feuchttücher und Seifen werden von Experten als kritisch eingestuft, denn sie können zur Entstehung von Allergien beitragen.

YOUTUBE: Hämorrhoiden vorbeugen (youtube.com/watch?v=bx9edJyXYPM)

Quellen und weiterführende Ressourcen: