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Marburg-Virus-Infektion: 75% Überlebensrate?




Die Marburg-Virus-Infektion ist eine Infektionskrankheit, die durch eine Ansteckung mit dem Marburg-Virus verursacht wird. Die Infektion löst starke Blutungen der inneren Organe aus. Die Infektion zählt zu den Tropenkrankheiten und wurde erstmals 1967 in Deutschland nachgewiesen. Die Erkrankten hatten sich an infizierten Affen aus Afrika angesteckt. Die Marburg-Virus-Infektion zählt seitdem zu den meldepflichtigen Krankheiten. Bis jetzt ist das Virus und die Infektion noch wenig erforscht.

Ansteckung mit Marburg-Virus durch Körperflüssigkeiten und direkten Kontakt mit Infizierten

Ursache der Infektion ist eine Ansteckung mit dem Marburg-Virus. Es wird durch Körperflüssigkeiten, Ausscheidungen oder direktem Kontakt mit infizierten Menschen oder Tieren übertragen. Die Inkubationszeit beträgt etwa 4 – 16 Tage.

Die ersten Symptome sind grippeähnlich:

  • Fieber und Schüttelfrost einhergehend mit Kopf- und Gliederschmerzen.
  • Nach 2 Tagen kommen Übelkeit, Erbrechen, Durchfall und Bauchschmerzen hinzu.
  • Schließlich treten Blutungen auf, häufig im Magen-Darm-Trakt sowie im Mund- und Rachenbereich.
  • Durch hohes Fieber und Lähmungserscheinungen sind die Erkrankten extrem geschwächt. Durch schwere Organblutungen kann auch das Herz-Kreislauf-System versagen. In diesem Stadium ist die Infektion lebensgefährlich.

Diagnose durch Tropenmediziner

Die Diagnose der Krankheit sollte durch spezialisierte Tropenmediziner erfolgen. Treten nach einer Reise in die Tropen grippeähnliche Symptome auf, kann dies auf eine Infektion mit dem Marburg-Virus hindeuten. Mittels Blutuntersuchung lässt sich das Virus nachweisen, da der Körper gegen die Viren Antikörper bildet. Nach einer überstandenen Marburg-Virus-Infektion sind diese noch jahrelang im Blut enthalten.

Bis jetzt gibt es gegen die Marburg-Virus-Infektion keine ursächliche Therapie, das heißt es können nur die Symptome behandelt werden. Die Behandlung besteht aus Bettruhe und der Gabe von schmerzlindernden sowie krampflösenden Medikamenten. Durch die Gabe von Flüssigkeit über eine Infusion wird der gestörte Wasser- und Mineralhaushalt wieder ins Gleichgewicht gebracht. Bei einer rechtzeitigen Therapie überleben etwa 75 % der Erkrankten.

Es gibt keine Schutzimpfung gegen das Marburg-Virus. Erkrankte sollten schnellstmöglich auf eine Isolierstation verlegt werden, um eine Ausbreitung der Krankheit zu verhindern. Personen, die mit dem Erkrankten Kontakt hatten, müssen ausfindig gemacht und medizinisch überwacht werden. Gefährdet sind vor allem Missionare und Entwicklungshelfer, die in den Risikogebieten engen Kontakt zu den Einheimischen pflegen.

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Statistiken des Tages

80% der Touristen haben keine Kenntnisse zu möglichen Gesundheitsgefahren im Reiseland (Quelle: STATISTA / Berufsverband der Internisten)

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Tote durch Tropenkrankheiten weltweit (Quelle: STATISTA / WHO / IFPMA Developing world health partnerships directory, Seite 65)

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Meldepflichtige Infektionskrankheiten in Deutschland - Übermittelte Fälle 2010 (Quelle: STATISTA / Robert Koch-Institut)

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Video zum Thema

YOUTUBE: Killerviren Doku über die 10 gefährlichsten Viren der Welt
(www.youtube.com/watch?v=fsG5RLaiKew)