Wissenswertes zu Ihrer Gesundheit

Pflanzliches Eiweiß: Vorteile gegenüber tierischen Proteinen?




Eiweiß (Protein) ist für den menschlichen Organismus lebensnotwendig und kann vom Körper nicht gespeichert werden. Deshalb ist die tägliche Zufuhr erforderlich, wobei es zunächst keine Rolle spielt, ob es sich um tierisches oder pflanzliches Eiweiß handelt.

Der von Ernährungswissenschaftlern empfohlene Tagesbedarf liegt zwischen 0,8 g und 1,2 g Eiweiß pro Kilo Körpergewicht und wird durch eine ausgewogene Mischkost problemlos gedeckt. D.h. ein 80 kg schwerer Mann ist bei normaler sportlicher Aktivität mit 80g Eiweiß am Tag gut versorgt.

Früher wurde tierisches Protein im Vergleich zu pflanzlichem Eiweiß als hochwertiger eingestuft, da es dem menschlichen Protein ähnlicher ist und zu 80-100 % in Körpereiweiß umgebaut werden kann.

Bestimmte Diäten und Nahrungsergänzungsmittel zielen darauf ab, dass eine rasche Gewichtsreduktion nur durch Überdosen Eiweiß zu erreichen sei.

Pflanzliches Eiweiß: Tofu und Soja-Bohnen bieten einen hohen Anteil an pflanzlichen Proteinen (© Jiri Hera - Fotolia.com)

Pflanzliches Eiweiß: Tofu und Soja-Bohnen bieten einen hohen Anteil an pflanzlichen Proteinen (© Jiri Hera – Fotolia.com)

Zusätzliche Protein-Zufuhr durch Eiweiß-Shakes?

Spezielle Eiweißdrinks, von denen man sich mehr Muskeln verspricht, können für den Stoffwechsel schwierig zu verarbeiten sein und synthetische Inhaltsstoffe enthalten, die zusätzlich belasten.
Inzwischen sehen viele Fachleute den hierzulande verbreiteten übermäßig hohen Verzehr von Eiweiß als eher problematisch und sogar gesundheitsschädlich an. Dabei ist egal, ob die Eiweißquelle tierisch oder pflanzlich ist.

Mediziner warnen, dass die empfohlenen Tagesmengen weder dauerhaft überschritten noch ausschließlich durch den Verzehr von Fleisch und Wurst gedeckt werden sollten. Der beim Proteinabbau entstehende Harnstoff kann bei einer ständig überhöhten Eiweißzufuhr langfristig zur Überlastung der Nieren führen (vgl. www.amazon.de/Das-Geheimnis-Eiwei%C3%9F-Di%C3%A4t-Abnehmen-Fettabbau-ebook/dp/B00IVQAF7S).

Die verstärkte Ausscheidung bewirkt unter Umständen Flüssigkeits-, Kalium- und Phosphormangel.
Höhere Fett- und Cholesterinwerte machen tierisches Eiweiß schwerer verdaulich als Pflanzeneiweiß und die im Fleisch enthaltenen Purine können zu entzündlichen Ablagerungen von Harnsäurekristallen in den Gelenken führen (Gicht).

YOUTUBE: Proteinbomben (1.Teil) – 10 eiweißreiche Lebensmittel ohne Fleisch
(www.youtube.com/watch?v=TQjwK0I1M3o)

YOUTUBE: Proteinbomben (2.Teil) – 10 Lebensmittel mit viel Eiweiß ohne Fleisch
(www.youtube.com/watch?v=wjqxudtpm8Q)

YOUTUBE: Proteinbomben (3.Teil) – 10 Lebensmittel mit viel Eiweiß ohne Fleisch
(www.youtube.com/watch?v=OSSTuK0gbI4)

Welche Vorteile bietet pflanzliches Eiweiß?

Pflanzliche Eiweiße dagegen werden zwar nur zu 60-70 % in Körpereiweiß umgewandelt, aber man nimmt beim Verzehr in der Regel weniger Fett auf, sie enthalten kein Cholesterin und der Puringehalt ist verschwindend gering. Zudem sollen Pflanzenproteine vom Körper leichter zu verwerten und zu verdauen sein.

Bei einer rein vegetarischen Kost ist zu beachten, dass ein hoher Anteil an pflanzlichem Eiweiß nicht gleichbedeutend mit einer hohen biologischen Verwertbarkeit ist. So liegt z. B. der Proteingehalt von Hülsenfrüchten (Linsen, Erbsen, Bohnen) durchschnittlich bei 24%, vom Körper verwertet werden allerdings nur etwa 30 %. Von Sojabohnen mit einem Eiweißgehalt von 31 % werden 72 % biologisch verwertet. Bei Kartoffeln, deren Eiweißgehalt mit 2 % vergleichsweise gering ist, liegt die biologische Verwertbarkeit bei 67 %.

Gute Lieferanten für pflanzliches Eiweiß sind Sojabohnen, Hülsenfrüchte, Kartoffeln, Getreide und Nüsse.

Neuen Erkenntnissen zufolge enthält Lupine möglicherweise besonders wertvolle basische Pflanzeneiweiße mit sämtlichen Aminosäuren.

Um die Ernährung insgesamt hochwertiger zu gestalten, sollten Kalorien, Fett, Cholesterin und Purin reduziert und dafür mehr Ballaststoffe und komplexe Kohlenhydrate verzehrt werden. Dafür kann man pflanzliches Eiweiß aus Gemüse und Getreide mit Milch und Milchprodukten kombinieren. Sie ergänzen sich ideal, sind leicht verdaulich und belasten die Nieren nicht.

YOUTUBE: Deutsche Welle TV > Pflanzliches Eiweiß | Projekt Zukunft
(www.youtube.com/watch?v=beYRBOOl6vQ)

Interessante Statistiken zum Thema Soja als Lieferant pflanzlicher Eiweiße

 Umfrage in Deutschland zur Häufigkeit des Konsums von Sojamilchprodukten > Diese Statistik zeigt das Ergebnis einer Umfrage in Deutschland zur Häufigkeit des Konsums von Sojamilchprodukten (z.B. Sojamilch, Sojajoghurt) in den Jahren 2010 bis 2013. Im Jahr 2012 gab es in der deutschsprachigen Bevölkerung ab 14 Jahren rund 0,56 Millionen Personen, die mehrmals pro Woche Sojamilchprodukte konsumierten. (Quelle: STATISTA / VuMA)

Umfrage in Deutschland zur Häufigkeit des Konsums von Sojamilchprodukten > Diese Statistik zeigt das Ergebnis einer Umfrage in Deutschland zur Häufigkeit des Konsums von Sojamilchprodukten (z.B. Sojamilch, Sojajoghurt) in den Jahren 2010 bis 2013. Im Jahr 2012 gab es in der deutschsprachigen Bevölkerung ab 14 Jahren rund 0,56 Millionen Personen, die mehrmals pro Woche Sojamilchprodukte konsumierten. (Quelle: STATISTA / VuMA)

Weltweite Produktionsmenge von Sojabohnen > Die vorliegende Statistik zeigt die weltweite Produktionsmenge von Sojabohnen in den Jahren von 2009/2010 bis 2013/2014. Im Erntejahr 2010/11 betrug die weltweite Produktionsmenge von Sojabohnen rund 264,2 Millionen Tonnen. (Quelle: STATISTA / US Department of Agriculture; Toepfer International; StatCan)

Weltweite Produktionsmenge von Sojabohnen > Die vorliegende Statistik zeigt die weltweite Produktionsmenge von Sojabohnen in den Jahren von 2009/2010 bis 2013/2014. Im Erntejahr 2010/11 betrug die weltweite Produktionsmenge von Sojabohnen rund 264,2 Millionen Tonnen. (Quelle: STATISTA / US Department of Agriculture; Toepfer International; StatCan)

 Anbau von Sojabohnen in Europa > Die Statistik zeigt den Anbau von Sojabohnen in Europa im Erntejahr 2010. In der Ukraine wurden 2010 insgesamt 1.100.000 Hektar Sojabohnen angebaut. (Quelle: STATISTA / US Department of Agriculture; COCERAL)

Anbau von Sojabohnen in Europa > Die Statistik zeigt den Anbau von Sojabohnen in Europa im Erntejahr 2010. In der Ukraine wurden 2010 insgesamt 1.100.000 Hektar Sojabohnen angebaut. (Quelle: STATISTA / US Department of Agriculture; COCERAL)