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Prämenstruelle dysphorische Störung (PMDS / PMS)




Die prämenstruelle dysphorische Störung (PMDS), im Volksmund besser bekannt als das prämenstruelle Syndrom, macht vielen Mädchen und Frauen im gebärfähigen Alter Monat für Monat zu schaffen. Bis zu einer Woche vor dem Eintreten der Monatsblutung haben sie mit den psychischen, aber auch physischen Belastungen dieses Syndroms zu kämpfen.

PMDS ist keine Krankheit im eigentlichen Sinne, sondern ein Vorbote der Menstruation. Sie ist allerdings bei manchen Frauen so stark ausgeprägt, dass mit der Zeit sogar ein gewisser Leidensdruck entsteht. Dann sollte der Gynäkologe aufgesucht werden, der eventuelle Behandlungsmethoden in Erwägung ziehen wird.

Bei der Entstehung von PMDS spielen wohl, unter anderem, hormonelle Veränderungen im Zyklus der Frau eine Rolle. Die genauen Hintergründe der prämenstruelle dysphorischen Störung konnten jedoch bis jetzt nicht abschließend wissenschaftlich fundiert werden. Forscher vermuten ein Zusammenspiel von Veränderungen des Hormonhaushalts, Umwelteinflüssen und Ernährungsfehlern.

PMS / Prämenstruelles Syndrom / Prämenstruelle dysphorische Störung > Die Regel vor der Regel? (© Piotr Marcinski / Fotolia)

PMS / Prämenstruelles Syndrom / Prämenstruelle dysphorische Störung > Die Regel vor der Regel?
(© Piotr Marcinski / Fotolia)

Wie äußert sich das prämenstruelle Syndrom (PMS) / die prämenstruelle dysphorische Störung (PMDS)?

PMDS äußert sich in vielfältiger Weise. Körperliche Symptome sind beispielsweise Wassereinlagerungen im Körper, welche eine vorübergehende Gewichtszunahme zur Folge haben. Kopfschmerzen und Migräneattacken befallen auffällig viele Frauen, genauso wie Unterleibs- und Gliederschmerzen.

Bei fast jeder Frau schwillt in der Woche vor der Regelblutung die Brust an, und die Betroffenen klagen vermehrt über Berührungsempfindlichkeit und Spannungsgefühle. Aber auch die Genitalschleimhäute können anschwellen und schmerzempfindlich werden.

Besonders sensible Frauen leiden in dieser Zeit an Schwindelanfällen oder fallen sogar in Ohnmacht. Licht- und Lärmempfindlichkeit, ähnlich wie bei einem Migräneanfall, beeinträchtigen eine nicht geringe Anzahl von Patientinnen.

Auf psychischer Ebene haben ebenfalls viele Frauen vor Beginn der Periode mit der prämenstruelle dysphorische Störung zu kämpfen. Es können leichte bis schwerste Depressionen auftreten, die eine Behandlung durch den Frauenarzt und gegebenenfalls eine Psychiater oder Psychotherapeuten unerläßlich machen.

Viele Frauen leiden auch unter Weinkrämpfen, für die sie keinen Grund angeben können. Heißhungerattacken nach Süßigkeiten, aber auch Appetitlosigkeit werden von den Patientinnen gleichermaßen geschildert. Unruhe und Rastlosigkeit befällt die Betroffenen, fast alle Frauen kompensieren diesen Zustand durch den so genannten „Putzfimmel“ vor Eintritt der Regel. Sogar ansonsten sehr stille und sanftmütige Frauen werden in dieser Zeit leicht aggressiv und reagieren schon auf Lappalien gereizt.

PMDS kann der Arzt eventuell medikamentös behandeln. Gegen die vielfältigen Schmerzen wird er vielleicht ein Schmerzmittel verschreiben, was angesichts der Suchtgefahr mit Sicherheit keine Dauerlösung ist.

Hormonelle Medikamente wären gegebenenfalls die Anti-Baby-Pille oder ein Hormonpflaster. Kurzzeitig helfen eventuell auch LH-RH-Antagonisten. Diese Hormone sind aber wegen langfristigen Nebenwirkungen wie möglicher Osteoporose keine Dauerlösung. Vitamin B6 hat einigen Frauen geholfen, aber bewiesen ist seine Wirkung bei PMDS nicht.

Aktiv können Frauen versuchen, durch gezielte Änderung ihrer Lebensführung dem prämenstruellen Syndrom entgegenzuwirken. Sport, Wellness und Entspannungsübungen wie Yoga lindern den Leidensdruck möglicherweise ein wenig.

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