Wissenswertes zu Ihrer Gesundheit

Hilfe – eine Warze?! > Das Immunsystem und die Warzen




Die Infektion mit humanen Papillomviren (HPV) kann an der menschlichen Haut zu gutartigen Tumoren führen, die gemeinhin als Warzen bezeichnet werden. Betroffen sind meist Kinder und junge Erwachsene, prinzipiell können sich Warzen jedoch in jedem Lebensalter entwickeln. Warzen können an nahezu jeder Körperregion entstehen, besonders häufig entwickeln sie sich an Händen und Füßen, aber auch am Körperstamm, im Gesicht und der Anogenitalregion (After, Anus, Dammregion) können sie urplötzlich auftauchen. 

Warze an der Hand (© Tiler84 / Fotolia)

Warze an der Hand (© Tiler84 / Fotolia)

Die meisten HPV-induzierten Warzen im Hautbereich heilen bei Betroffenen mit intaktem Immunsystem über kurz oder lang von alleine ab. Sollte das Immunsystem allerdings ein wenig schwächeln und die warzenauslösenden Viren unentdeckt bleiben, können die Warzen jahrelang bestehen bleiben. 

Hauptansteckungsquelle ist das häusliche Umfeld, in dem sich Familienmitglieder mit warzenauslösenden Viren gegenseitig anstecken und weniger öffentliche Einrichtungen wie Schwimmbäder oder Fitnesscenter. Bei Warzenträgern trägt auch die sogenannte Autoinokulation zur Verbreitung der Warzen bei, indem an den Warzen herumgeknibbelt wird und mit den Fingern virushaltiges Warzenmaterial an andere Körperstellen gelangt. 

Warzen besitzen keinen guten Ruf. Abgesehen von einigen wenigen Ausnahmen sind sie jedoch harmlos und bereiten in der Regel noch nicht mal Beschwerden. Aber wen sie befallen, der möchte sie möglichst schnell wieder loswerden – und da erweisen sie sich als ausgesprochen hartnäckig und therapieresistent. Entsprechend vielfältig sind die Behandlungsmethoden, bei deren Auswahl nicht nur die Warzenart, sondern auch die Lokalisation der Warzen berücksichtigt werden sollte. 

Die meisten schulmedizinischen Behandlungsmethoden zielen darauf ab, die Warzen zu zerstören. Selbst wenn dies gelingen sollte, besteht eine hohe Rezidivquote, da viele Verfahren zwar die Warzen zerstören, nicht aber die auslösenden Viren, die durch die Zerstörung der Warzen aus ihrem Inneren freigesetzt werden und in der unmittelbaren Umgebung erneut zur Warzenbildung führen können. Wer seine Warzen loswerden möchte, benötigt daher einen langen Atem und ausreichend Motivation, denn die erfolgreiche Warzenbeseitigung samt Viren kann sich über etliche Wochen, wenn nicht sogar Monate hinziehen. Wer sich statt der Schulmedizin lieber alternativen Heilmethoden anvertrauen möchte, wird in der Pflanzenheilkunde oder der Homöopathie fündig werden. Aber auch hier gilt wie bei schulmedizinischen Methoden, das es keine 100%ige Heilungsgarantie gibt.

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In Anbetracht der hohen Spontanheilungsrate von Warzen empfiehlt sich, allzu aggressive Behandlungsmethoden gut abzuwägen. Nicht selten kommt es bei Methoden, die mit einer einmaligen Behandlung das Warzenproblem beseitigen sollen, zu einer Zerstörung der Haut in der unmittelbaren Umgebung der Warzen, was nicht nur zur Narbenbildung führt, sondern z. B. an der Fußsohle langfristig zu einem Problem werden kann. Betroffene sollten sich zudem eine Strategie zurechtlegen, mit der sie ihren Warzen zu Leibe rücken möchten. Diese kann aus der Kombination verschiedener Behandlungsmethoden bestehen oder aber auch nur aus Abwarten, sofern die Warzen keine Beschwerden bereiten, an weniger gut sichtbaren Körperstellen lokalisiert sind und sofern keine medizinische Indikation zur Behandlung bestehen sollte.

Wichtig: Vor jeder in Eigenregie durchgeführter Warzenbehandlung mit einem der zahlreichen frei verkäuflichen Präparate empfiehlt sich, die selbstgestellte Diagnose durch einen Arzt bestätigen zu lassen. Denn nicht selten werden Hornschwielen und Hühneraugen mit Warzen verwechselt und im fortgeschrittenen Alter sollte man auch an einen kleinen Hautkrebs denken.

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